Pathways to Democracy (Socrates) 
  Leobaltica (Leonardo da Vinci II)
 

The 3rd Conference of the BALTIC SEA ACADEMY

  Methods for Popular Education Development
  Further Education in the BSA Region
Project Leaders

 

 

 



Partnerorganisationen
1. Työväen Akatemia (Arbeiterakademie) Kauniainen/Finnland [Koordinator]; 
2. Kunta-alan Opisto (Gewerkschaftsschule) Karjaa/Finnland; 
3. Arbeit und Leben Hamburg/BRD; 
4. Saó – Formació i Educació Permanent (Träger der Erwachsenenbildung), Barcelona/Spanien; 
5. Arbetarrörelsens Folkhögskola (Arbeitervolkshochschule), Göteborg/Schweden; 
6. Tartu Kultuuriülikool (Erwachsenenbildungszentrum), Tartu/Estland; 
7. Eeesti Harrastusteatrite Liit (Erwachsenenbildung/ Amateurtheatervereinigung), Tallinn/Estland

Projektrahmen: das Projekt ist von September 1999 bis August 2000 gelaufen und hat ein zweites Jahr bis August 2001 bewilligt bekommen

Projekthintergrund (in Stichwörtern): in den letzten Jahrzehnten scheinen die Demokratien in Europa in Bedrängnis zu geraten (sinkende Wahlbeteiligung, sinkende Mitgliederzahlen der politischen Organisationen, Verfall der Glaubwürdigkeit der politischen Institutionen, wachsende Ausgrenzung von sozialen Gruppen aus der Gesellschaft); in dem Moment der Rückkehr der osteuropäischen Staaten in die westliche Welt drohen die westlichen Demokratien von innen ausgehöhlt zu werden; besonders problematisch ist die Lage in den Großstädten und Vorstädten, bei marginalisierten Gruppen wie MigrantInnen, schlecht bezahlte ArbeiterInnen (besonders Frauen), Arbeitslosen und jungen Menschen; (Erwachsenen-)Bildung war immer und ist aufs engste mit der Demokratie verbunden; wie kann sie zur Demokratiestärkung in einem Moment der wachsenden Individualisierung beitragen?

Projektansatz: das soziale, kulturelle und politische Wissen der vertretenen Staaten, die langjährige Tradition der nordischen Staaten und die verschiedenen gesellschaftspolitischen Entwicklungen aller beteiligten Staaten sollen ausgetauscht werden; betroffen sind damit zentrale Aspekte der zukünftigen europäischen Integration; die Hauptzielgruppen sind die marginalisierten und finanziell unterprivilegierten Gruppen, deren Teilnahme am gesellschaftspolitischen Leben lebenswichtig für die demokratische Zukunft ist

Thematische Orientierung des Projektes: der Hauptfocus ist es, zu zeigen, wie die Erwachsenenbildung durch Aktivitäten mit benachteiligten sozialen Gruppen zum Demokratisierungsprozeß, zur sozialen Partizipation und zur aktiven Teilnahme am politischen Leben beitragen kann; Zielgruppen: junge Leute, schlecht bezahlte Arbeiterinnen, arbeitslose MigrantInnen und nationale Minderheiten, zusammenfaßbar in dem Begriff "politisch unterprivilegierte, inaktive oder ausgeschlossene Gruppen" (diese Gruppen repräsentieren in allen Ländern einen großen Teil der Bevölkerung); jede beteiligte Organisation konzentriert sich auf spezielle Gruppen (gemäß ihrer regulären Arbeit und Vorerfahrungen); die Erfahrungen sollen in Bezug auf Methoden und Ergebnisse evaluiert werden, um Schlüsse daraus ziehen zu können; die Rolle Estlands ist im erste Jahr eine lernende und im zweite eine zentrale; die Koordinationstreffen haben die Funktion die jeweiligen Erfahrungen zu vernetzen, zu diskutieren, zu analysieren und Schlüsse zu ziehen

Projektergebnisse: Entwicklung von Materialien für den Bereich Demokratie-Training (Ziele, Methoden, Aktivitäten) für den Einsatz in der Erwachsenenbildung (Publikation in Estnisch und Englisch); Buch-Veröffentlichung

Projektorganisation: die zentrale Methode liegt in 2/3tägigen Seminaren; teilnehmerzentrierte Ausrichtung (die individuellen Erfahrungen der TeilnehmerInnen bilden den Ausgangspunkt zur Förderung ihres Engagements); psychologische und emotionale Aspekte miteinbeziehen; internationaler Erfahrungsaustausch; Beginn einer Computer-Vernetzung; die administrative Leitung umfaßt die Koordination aller Teilaspekte (Arbeiterakademie), die Partner sind verantwortlich für die jeweilige pädagogische Arbeit

Zeitplan des Projektes: Start im September 1999 – abwechselnd nationale Veranstaltungen und internationale Koordinierungstreffen – Juli/August 1999 Präsentation der Materialien, möglicher Beginn des zweiten Jahres (der "baltischen Phase"); Beginn der zweiten Phase im September 2000; Projektende August 2001.